Plan erstellen lassen Shop
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7 Awards, 50.000 betreute Kunden, über 20 Mitarbeitende, 1 Mio. Website-Aufrufe pro Jahr, schnelles Wachstum.

Während der gesamte globale digitale Gesundheitsmarkt um 14,8% wächst (Quelle), ist Foodpunk im vergangenen Jahr überdurchschnittlich 50% im Vergleich zum Vorjahr gewachsen. Wir investieren weiter und unser Ziel ist es, die Foodpunk App bis zum Jahresende mit einem großen externen Team komplett rundum zu erneuern und auf ein neues Level zu heben.

„Eure Nahrung ist eure Medizin“

Mehr als die Hälfte der Erwachsenen in Deutschland leiden unter Adipositas und mehr als 8 % der Kinder. Die Behandlung ernährungsbedingter Erkrankungen und Folgeschäden kostet das deutsche Gesundheitswesen jährlich 17 Milliarden Euro.

Mit der richtigen Ernährung lässt sich nicht nur die Gesundheit verbessern, sondern auch eine gesteigerte Fitness, Energie im Alltag, Regeneration und verlangsamtes Altern erzielen. Doch eine Ernährungsumstellung fühlt sich oft unangenehm an, schmeckt nicht und die Ernährungsberatung ist für den Laien verwirrend.

Foodpunk erstellt personalisierte Ernährungsprogramme mit einer von Ernährungswissenschaftlern entwickelten Software. Wir sind der datengetriebene, wissenschaftsbasierte, smarte Ernährungsberater in der Hosentasche. 50.000 Kunden, Kliniken, Ärzte und Trainer vertrauen unserer Beratung. Im B2C-Bereich erreichen wir unsere Kunden über Content und Performance-Marketing. B2B2C arbeiten wir mit Gesundheitsexperten zusammen, die unsere Dienstleistungen für ihre Patienten und Kunden benötigen.

Bis 2025 wollen wir das Leben von einer Million Menschen verändern. Für das weitere Wachstum suchen wir InvestorInnen.

Investitionsarten:

Wir suchen für das weitere Wachstum bis zu 2 Mio. Euro Kapital von privaten Darlehensgebern und Business Angels.

Next Steps: Wenn du Interesse an einer der genannten Investitionen hast, wende dich bitte an marina.lommel@foodpunk.de mit einer Information über dich, deiner bevorzugten Investitionsart und möglichen Investitionssumme. Wir vereinbaren dann ein Erstgespräch, klären den Ablauf und weitere Details.

Durch unsere Branchenkontakte zur Lebensmittelproduktion und zum Lebensmittelhandel verstehen wir uns vor allem als Vermittler und Organisator. Food Startups, Produzenten, Händler können sich an uns wenden und wir organisieren die Kommunikation mit Hilfsorganisationen und Verteilerstationen sowie die gesammelte Logistik dorthin.

Wichtige Waren:

Bitte seht davon ab diese Waren zu Endkonsumentenpreisen im Supermarkt einzukaufen. Spendet euer Geld in diesem Fall lieber an die bekannten Organisationen, die Großmengen zu deutlich besseren Konditionen (z.B. 50% günstiger) einkaufen können und auf diese Weise mehr aus demselben Geld machen. Außerdem sinkt der Sortieraufwand und damit auch die Overhead (Organisations-)Kosten.


Mit euren Spenden konnten wir bereits 4 Tonnen Babynahrung ordern 💙💛

Als Privatpersonen könnt ihr mit diesen Hilfsgütern unterstützen (entnommen aus Anforderungslisten, die uns von ukrainischen Partnern übermittelt worden sind):

Abgabe:

Foodpunk GmbH
Arastraße 2
85579 Neubiberg

Mo-Fr 09:00-16:00 Uhr
Bitte anrufen 30 Min. vorher: 089 35762016


Die Waren könnt ihr bei uns am Büro abgeben. Wir übernehmen Sortierung, sortenreine Verpackung, Beschriftung in 3 Sprachen und Transport.

Alle anderen Klamotten sind in eurer lokalen Flüchtlingshilfe gut aufgehoben.

Außerdem könnt ihr als Privatpersonen folgende Hilfe leisten:

Freiwillige Helfer werden weiterhin laufend gebraucht. Wir haben für euch weitere Hilfsorganisationen, Abgabestellen und Informationsquellen in München gesammelt – ihr könnt euch bei allen registrieren und mit eurer Zeit helfen: https://docs.google.com/spreadsheets/d/18-3M3pIEYXlLVwqTmFEQm_4jnQ-WLEYNbpLEs1QsS44/edit#gid=0


Projekt Babynahrung

Wir haben freiwillige Fahrer und LKWs, die die Ware in Verteilungslager in Polen oder direkt an die Grenze bringen können. Von dort aus gelangen die Güter in die Stadt Lwiew und werden weiter verteilt dorthin, wo sie in der Ukraine benötigt werden.

Wir haben uns mit dem Münchner Startup Pumpkin Organics zusammengetan, die Babynahrung unter Herstellungskosten für uns transportiert. Das bedeutet, sie machen damit keinen Gewinn und stemmen sogar einen Teil der Produktion selbst. Man teilt sich die Herstellungskosten auf diese Weise.

Für die Finanzierung haben wir unser PayPal-Konto ukraine@foodpunk.de eingerichtet. Aktuell haben wir bereits 4 Tonnen Babynahrung bestellt. Das Geld vom PayPal-Konto wird nur für Familien und den Wareneinkauf von Babynahrung etc. genutzt, wir finanzieren davon niemals Waren von unserer Firma. Benzin und LKWs werde auch privat von uns organisiert.

Projekt Sachspenden

Andere Kontakte, wie der Bäcker Panifactum oder der Riegelhersteller NuCao haben uns bereits mit kostenfreien Sachspenden unterstützt. Einige Spender möchten nicht genannt werden, andere Spenden sind noch auf dem Weg.

Es ist auch möglich bei uns im Foodpunk Shop Care Pakete aus Schokolade und ImmuCaps (Vitamin C und Zink) zu finanzieren. Dabei berechnen wir weniger als den Herstellungspreis (das bedeutet, wir zahlen bei jeder Lieferung drauf und tun das auch gerne). Ihr helft, einen Teil der Produktionskosten zu decken und mehr Sachspenden zu ermöglichen. Alle Infos findet ihr hier: https://shop.foodpunk.de/collections/ukraine-hilfe

Weiterer Einsatz der Spenden

Wenn wir Familien treffen und auf langen Fahrten kennenlernen, erfahren wir viel über die persönlichen Geschichten. Wenn wir bemerken, dass eine Familie Unterkunft oder einen Anschlusstransport benötigt und dies mit Kosten verbunden ist, übernehmen wir die Kosten mit dem Guthaben vom PayPal-Konto. Auch wenn wir bemerken, dass der Familie ihr mitgeführtes Geld nicht reichen wird, geben wir Ihnen finanzielle Möglichkeiten dazu. Eine 5-köpfige Familie, die nur über 700 € verfügte, haben wir beispielsweise mit 500 € unterstützt.

Family Shuttle

Unsere Fahrer fahren im Konvoi und wechseln sich regelmäßig mit dem Beifahrer ab. Wir stehen mit Matchmakern in Polen vor Ort, die Familien mit Kleinkindern ein Shuttle in unseren Fahrzeugen anbieten, wenn unsere Route für sie sinnvoll ist. Das Team besteht dabei immer auch aus Frauen, um Vertrauen zu den jungen Müttern zu stärken. Gleichzeitig sind entweder Menschen mit ukrainischen / russischen Sprachkenntnissen vor Ort oder die Helfer nehmen eigens gesammelte Infos mit Übersetzung mit, um vor Ort kommunizieren zu können.

Was ihr nicht tun solltet:

Spendet auf keinen Fall etwas, das nicht auf den Anforderungslisten steht. Spendet auf keinen Fall abgelaufene Medikamente. Fahrt auf keinen Fall mit Sandwiches an die Grenze. Ihr belastet die örtliche Infrastruktur, die Lager und die Helfer vor Ort. Keine Fahrt ohne fundierte Planung und gute Kontakte!

1. Du isst zu viel Protein

Die richtige Menge an Protein ist wichtig, um Deine Muskelmasse aufrecht zu erhalten. Besonders, wenn Du ein leichtes Kaloriendefizit einhältst, um langsam abzunehmen, solltest Du auf Deine Proteinzufuhr achten.

Die hochwertigsten Quellen sind Eier, Weiderind, Weidelamm, Bio-Geflügel, Bio-Schwein, Fische und Meeresfrüchte aus biologischer Aquakultur oder nachhaltigem Wildfang. Für Sportler ist außerdem Weide Whey ohne Zusatzstoffe interessant. Milchprodukte sollten eine untergeordnete Rolle spielen.

0,8-1,2 Gramm Protein pro kg Körpergewicht sind absolut ausreichend. Die exakten Werte ergeben sich je nach Aktivität und individueller Situation. Protein ist ein Baustoff, kein Energielieferant. Ein Überschuss an Protein wird zu Glucose umgewandelt. Die 2 Gramm Protein, die in vielen Fitness-Kreisen empfohlen werden, sind für eine gesunde Ernährung zu viel. Solch eine Menge sollte maximal vorübergehend aufgenommen werden. Eine Low Carb High Protein Ernährung führt meist nach einiger Zeit zu starken Heißhunger-Attacken.

Beim Abbau von Protein wird toxischer Ammoniak frei. Um diesen zu entgiften, findet in der Leber der Harnstoffzyklus statt. Der ungiftige Harnstoff wird dann über die Niere ausgeschieden. Die Organe kommen damit in der Regel gut klar, aber eine dauerhafte zu hohe Proteinaufnahme belastet die Leber und die Niere unnötig.

Zudem wird vermutet, dass eine dauerhafte übertriebene Proteinaufnahme die Entzündungswerte erhöht. Eine chronische Entzündung bedeutet Stress für den Körper und Stress verhindert eine effektive Abnahme.

FOODPUNK ist ein preisgekröntes Startup aus München. Wir sind ein Team aus Experten der Ernährungswissenschaft und Biochemie. Wir erstellen smarte Ernährungsprogramme, damit du dein Ziel effektiv erreichst.

Wir erstellen jeden Ernährungsplan für deine Ziele, Allergien, Intoleranzen und weitere individuelle Angaben. So kannst du optimal versorgt, satt und zufrieden dein Ziel erreichen – egal ob schlanker & fitter werden oder gesünder fühlen.

2. Du isst zu wenig Fett

Lange wurde uns eingetrichtert: Fett ist böse, Fett ist gefährlich. Anschließend wurde uns gesagt: Die Kohlenhydrate sind böse.

Darum haben sich viele Menschen einer Low Carb Ernährung angeschlossen. Gleichzeitig hatten sie noch die alte Angst vor Fett in den Knochen. So wurde daraus eine Low Carb Low Fat Ernährung.

Eine Low Carb Low Fat Ernährung kann zu zwei Fehlern führen. Entweder isst man wenig Fett, wenig Kohlenhydrate und moderate Mengen an Protein. Oder, man isst wenig Fett, wenig Kohlenhydrate und übertrieben hohe Mengen an Protein.

Die erste Variante führt ganz sicher dazu, dass zu wenig Kalorien aufgenommen werden. Da ist man schnell bei 1.000-1.200 kcal pro Tag und das ist definitiv zu wenig. Für jeden. So wenig Energie führt dazu, dass der Körper gestresst ist, der Stoffwechsel wird leicht verlangsamt und die Heißhunger-Attacken nehmen zu. Entweder magert man durch die Mangelernährung ab, oder man gibt den Heißhunger-Attacken nach. Mit beidem tut man sich keinen Gefallen. Drastische Kalorienreduktion bedeutet in jedem Fall Stress für den Körper und Stress verschlechtert eine Abnahme.

Versucht man die fehlende Energie aber mit Protein wieder aufzufüllen, landen wir wieder bei Punkt 1: Zu viel Protein.

Eine moderate Menge an Fett ist wichtig: als Brennstoff. Für die meisten Menschen ist es sinnvoll, die Kohlenhydratmenge zu reduzieren. Mit der Proteinmenge sollte man es nicht übertreiben. Also braucht man ganz eindeutig Fett als Energiequelle. Dabei ist es besonders wichtig auf die richtigen Fettquellen zu achten.

Weidebutter, Ghee aus Weidebutter, Kokosöl und MCT-Öl liegen hier ganz vorne. Auch natives Olivenöl, Avocadoöl, Nüsse, Samen, Avocados und das Fett aus Weidefleisch und Seefisch sind gute Quellen. Verzichten sollte man auf billige konventionelle Milchprodukte, Rapsöl, Sonnenblumenöl, Butterschmalz aus konventioneller Milch und fette Stücke von Masttieren aus Massentierhaltung.

Gesättigte Fettsäuren aus guten Quellen sind ein idealer Brennstoff.

 

3. Du isst zu viel Fett

Auch, wenn das richtige Fett ein wichtiger Energieträger ist, ist das kein Freifahrtschein Unmengen an Fett zu konsumieren. Hier noch extra Sahne in den Kaffee, hier noch einmal ein großes Stück Butter auf die Wurst, dort noch einmal Mascarpone mit Sahne.

Es ist in der Regel durchaus so, dass man mit einer gut durchdachten Low Carb Ernährung mehr Kalorien essen kann, ohne zuzunehmen, als bei einer Standard-Ernährung.

Kalorien zählen nicht im klassischen Sinne, man kann sie nicht in einfache mathematische Gleichungen packen. Denn eine Kalorie aus einem abgepackten Fertig-Brownie wirkt anders auf den Körper, als eine Kalorie aus guter Weidebutter. Natürlich nur, wenn man die Butter nicht auf den Brownie schmiert.

Aber Kalorien haben eine Daseinsberechtigung. Man kann mit einer guten kohlenhydratarmen Ernährung vielleicht mehr essen, ohne dabei zuzunehmen. Aber, man nimmt mit dieser Methode auch nicht ab. Möchte man abnehmen, darf man es mit der Gesamt-Energiemenge nicht übertreiben. Ein leichtes Kaloriendefizit wird benötigt. Dieses kann aber oft viel kleiner sein, als bei einer Standard-Ernährung. Denn über verschiedene Wege „ölt“ eine gute Low Carb Ernährung den Stoffwechsel, die Zellerneuerung läuft reibungsloser, Stoffwechselreaktionen laufen korrekt ab, die Wärmeproduktion steigt und man verbraucht in der Regel etwas mehr Energie.

Dennoch: Auch bei einer Low Carb High Fat Ernährung kann man zunehmen, wenn man das Wörtchen „High“ falsch interpretiert. Es muss die richtige Menge an Fett sein, nicht eine möglichst hohe.

Einen Wettbewerb zu veranstalten – wer mehr Bacon und Butter essen kann – ist keine gute Idee.

 

4. Du isst über Dein Sättigungsgefühl hinaus

Wenn man eine kohlenhydratarme Ernährung auf den Grundlagen der Paleo Ernährung zusammenstellt – also vorwiegend Gemüse, ausreichend tierisches Protein und angemessene Mengen an guten Fetten – dann greifen die natürlichen Sättigungsmechanismen besser. Die satt-machenden Hormone werden optimal stimuliert und die hunger-machenden Hormone werden optimal in Schach gehalten.

Der Körper merkt: „Hier kommt eine Fülle an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen an, außerdem ausreichend Energie, das passt – volle Kraft voraus! Bloß nicht zu sparsam mit der Energie sein“.

Wenn Du eine Mahlzeit aus den oben erwähnten Zutaten zusammenstellst, beispielsweise 2/3 Gemüse, 1/3 Protein und 1-2 EL gutes Fett auf Deinen Teller gibst, dann sagt Dir Dein Körper rechtzeitig: Alles gut, Du kannst aufhören. Am Anfang erfordert es etwas Übung, dieses Signal nicht zu überhören. Wenn Du isst, bis Du „nicht mehr hungrig bist“ und mit der nächsten Mahlzeit wartest, bis Du wieder richtig hungrig bist, dann solltest Du vollkommen ohne Kalorien-Zählen auskommen und entspannt abnehmen.

Wenn Du aber diese Signale überhörst und isst bis Du „vollkommen pappsatt“ bist, dann findet eine Abnahme vielleicht nicht statt. Möglicherweise isst Du einfach zu viel. Es hilft dann, einfach einmal genau Buch zu führen und mitzuzählen. Oft führt dies zu einem großen AHA-Effekt.

Auch ständiges Essen und zahlreiche Snacks können Deine Abnahme verhindern. Ideal sind 5 Stunden Pause zwischen den Mahlzeiten und 3 Mahlzeiten täglich.

Iss mehr Gemüse - abnehmen mit Low Carb

5. Du isst kaum Gemüse

Ein wichtiges Signal für Sättigung ist eine gewisse Dehnung des Magens. Wenn Deine Mahlzeit aus einer Scheibe Käse, bestrichen mit Butter, eingerollt mit einer Scheibe Wurst besteht, dann ist das Volumen viel zu gering. Der Magen dehnt sich kaum.

Bei selber Kalorien- und Fettmenge kannst Du noch ordentlich Gemüse einbauen. 2 Hände pro Mahlzeit sollten es sein, eine Hand voll zum Frühstück. Durch die Dehnung des Magens werden Sättigungshormone ausgeschüttet. Diese sorgen – wie der Name schon sagt – für eine rechtzeitige Sättigung beim Essen. Außerdem führen sie dazu, dass der Stoffwechsel nicht mit Energie spart, sondern auf Hochtouren läuft.

Ein weiterer Vorteil von Gemüse ist der hohe Ballaststoffgehalt. Die Nahrung wird langsamer verdaut, die Nährstoffe tropfen Stück für Stück ins Blut, Dein Körper ist gleichmäßig versorgt und Du bist lange satt.

Der Hauptbestandteil einer Low Carb Ernährung sollte immer Gemüse sein. Nicht Fleisch, nicht Käse, nicht Butter. Den größten Platz auf Deinem Teller nimmt idealerweise das Gemüse ein.

Durch die enthaltenen Mikronährstoffe (Vitamine, Mineralien, Spurenelemente) beugst Du einer Mangelversorgung vor. Wenn Du von einem bestimmten Mikronährstoff nicht ausreichend aufnimmst, verursacht Dein Körper meist mehr Hunger. Er will, dass Du weiter isst, bis dieser Nährstoff in ausreichender Menge vorhanden ist.

Je höher die Nährstoffdichte Deiner Mahlzeit ist, desto weniger musst Du essen, um ausreichend versorgt zu sein.

Wenn Du Dich Low Carb ernährst, verwende Deine Kohlenhydrate für Gemüse, nicht für Milchprodukte.

 

6. Du isst zu häufig Low Carb Brot, Kuchen und andere Nachbauten

Dieser Punkt hängt mit einigen anderen bereits erwähnten Punkten zusammen. Um abzunehmen, brauchst Du eine ausgewogene Menge an Fett, Protein, Kohlenhydraten und Mikronährstoffen. Wenn Du Dich hauptsächlich von Nachbauten ernährst, bleiben andere wichtige Komponenten auf der Strecke.

Gibt es bei Dir Low Carb Brot mit Belag zum Frühstück? Nimmst Du für unterwegs gebackene Teilchen mit? Gibt es am Nachmittag einen Low Carb Kuchen mit Sahne? Isst Du abends Low Carb Nudeln mit Pesto?

Wenn ja, dann ist Deine Ernährung zu einseitig. Es fehlt frisches Gemüse, es fehlen wertvolle tierische Proteinquellen, es fehlt Abwechslung.

Zusätzlich können bei vielen Menschen diese Nachbauten dazu führen, dass Punkt 4 zutrifft: Man ignoriert die Sättigung, weil es einfach zu gut schmeckt und so schnell essbar ist. Bei empfindlichen Menschen können diese Nachbauten auch zu Heißhunger führen.

Wenn Du nicht empfindlich reagierst und Gefahr läufst, eine Heißhunger-Attacke zu bekommen, dann sind Nachbauten für Dich hin und wieder ok. Ein Stück Kuchen am Sonntag. Etwas Brot zum Brunch am Samstag. Aber baue sie bitte nicht täglich ein und schon gar nicht mehrmals am Tag.

Eine schmackhafte Kombi aus Gemüse, Protein und gutem Fett ist das Beste was Du Deinem Körper geben kannst. Wenn Du das zu langweilig findest, wirf einen Blick auf meine Ernährungspläne – sie sind nach diesen Prinzipien aufgebaut und enthalten abwechslungsreiche Rezepte für 30 Tage.

Es gibt Pudding-Vegetarier und es gibt Kuchen-LowCarber. Der einfachste Weg ist selten der Beste.

 

7. Du isst zu oft

Ständiges Snacken ist einer der bedeutendsten Gründe für das steigende Übergewicht der Deutschen. Große Mahlzeiten im Kreise der Familie werden unwichtiger. An jeder Ecke bekommt man schnell etwas zu essen. Uns fehlt die Zeit zum Kochen und die Muse zum Essen. Die Folge davon ist „Grazing“. Wir essen den ganzen Tag über Kleinigkeiten, wir grasen. Wie eine Kuh.

Diese Verhaltensweise ist bei kohlenhydratreicher Ernährung noch ein Stückchen schlimmer. Morgens schnell ein Croissant vom Bäcker, in der Kantine eine Kleinigkeit und noch zwei Schokoriegel mitgenommen für den Nachmittag, auf dem Heimweg eine Leberkäs-Semmel und abends etwas vor dem Fernseher. Jedes Mal, wenn der Körper Kohlenhydrate bekommt, denkt er sich „Mega! Energie – komm, lass uns eine Party schmeißen. Wir verheizen die Kohlenhydrate. Fett? Ne, ist mir zu anstrengend das zu verarbeiten. Lass uns das für später sparen!“.

Wäre halb so wild, wenn das „später“ kommen würde. Wenn wirklich einmal der Bedarf herrschen würde die Reserven anzugreifen. Aber normalerweise haben wir schon wieder das nächste im Mund, bevor es dazu kommen kann.

Auch bei kohlenhydratarmer Ernährung ist das häufige Snacken fatal. 3 Mahlzeiten am Tag sind ideal. Dazwischen 4-5 Stunden Pause. In dieser Zeit können die Verdauungsorgane zur Ruhe kommen und der Körper muss lernen, zwischendurch seine Reserven zu verwenden. Je häufiger Du diese 5 Stunden einhältst, desto besser trainiert Dein Körper, seine Fettspeicher anzuzapfen. Er will schließlich die Zeit bis zur nächsten Mahlzeit überbrücken.

Wenn du intensiv Sport treibst, darfst Du zudem in der Stunde vor und nach dem Training etwas essen. Ansonsten solltest Du Dir Mühe geben, mit 3 Mahlzeiten auszukommen. Am Anfang ist das vielleicht hart, aber es lohnt sich! Sobald Dein Fettstoffwechsel richtig gut trainiert ist, vergehen auch 8 Stunden zwischen den Mahlzeiten wie im Flug. Denn Dein Körper hat seine Nahrung ja immer dabei.

Der perfekte Snack für unterwegs ist: Hüftgold.

 

8. Du hast zu viel Stress

Stress ist wie eine High Carb Ernährung. Bei Stress wird Cortisol ausgeschüttet. Dies fördert die Gluconeogenese, die Neubildung von Glucose (Zucker) aus Aminosäuren (den Bausteinen der Proteine). Die Folge davon: Der Blutzuckerspiegel steigt. Ein stressiger Tag fühlt sich für den Körper so an, als würdest Du ständig Cola trinken. Wir sprechen hier von negativem Stress. Stress, der Dich unruhig, launisch und gereizt macht.

Wie der ständige Konsum von Cola, hindert Stress Deinen Körper beim Abnehmen – die Fettverbrennung wird unterdrückt.

Finde heraus, was Dich entspannt. Geh kurz spazieren, mache regelmäßige Pausen, höre schöne Musik. Gönn‘ Dir diese Zeit für Dich. Sie ist genauso wichtig für das Erreichen Deiner Ziele, wie ein hartes Workout im Fitness-Studio.

Der entspannte Abend in der Badewanne und das harte Workout im Fitness-Studio. Beides hilft Dir beim Abnehmen.

 

9. Du hast einen unregelmäßigen Tag-Nacht-Rhythmus

Ein regelmäßiger Tagesablauf, ausreichend Schlaf und ausreichend Tageslicht sind wichtig, um effektiv abzunehmen. Klar kann man auch mit Schichtarbeit abnehmen, es wird aber leider nicht einfacher. Ich bin mir sicher, dass Du ein turbulentes Leben hast. Du hast jede Menge zu tun und wünschst Dir, der Tag hätte 30 Stunden. Da bist Du nicht allein.

Die gute Nachricht: Mit einigen Tipps und Tricks kannst Du Deinen Tag-Nacht-Rhythmus wieder in Balance bringen.

Dimme die Lichter – 3 Stunden bevor Du ins Bett gehst. Der Grund: Sobald die Sonne untergeht und es dunkler wird, schüttet der Körper Melatonin aus. Melatonin hilft Dir bei einem regenerativen Schlaf. Solange helles Licht ins Auge scheint, wird das Melatonin nicht ins Blut abgegeben. Leider haben wir heutzutage fast ständig helles Licht um uns, eigentlich bis zu der Sekunde, in der wir die Augen schließen. Fernseher, Zimmerbeleuchtung, Smartphones – legst Du Deins auch erst im Bett aus der Hand? Ohne Melatonin schlafen wir abends schlecht ein. Morgens verbleibt es zu lange in der Blutbahn, denn es wurde abends erst zu spät ausgeschüttet. So stehen wir gerädert und müde auf. Wenn unser Tag-Nacht-Rhythmus aus de Fugen gerät, leidet auch die Fettverbrennung. Hier die konkreten Tipps:

  • Installiere „f.lux“ auf Deinem Computer. Diese kostenlose Software lässt abends nur noch rötliches Licht aus dem Bildschirm. Das besonders schädliche blaue Licht erreicht Dein Auge nicht mehr.
  • Setze abends eine BluBlocker Brille auf. Sie filtert das blaue Licht heraus und Du bist safe, auch wenn noch der Fernseher läuft oder die Lichter an sind.
  • Setze in einige Lampenschirme eine Glühbirne von Philips hue. Mach abends diese Lampen an und schalte die Farbe auf Rot. Die Glühbirnen sind mit LEDs ausgestattet und Du kannst die Farben mit einer App stufenlos verstellen.
  • Geh‘ morgens kurz an die frische Luft und tanke Tageslicht: Trinke Deinen Kaffee am Fenster, gehe kurz spazieren oder noch besser, geh‘ eine kurze Runde laufen. Licht und Bewegung vertreiben am besten das Melatonin aus Deinem Körper und regen die Fettverbrennung an.

Bei Schichtarbeit machst Du diese Dinge, wenn Dein persönlicher Tag beginnt und wenn Dein persönlicher Tag endet.

10. Du bewegst Dich zu wenig

Für eine Weile kann eine Abnahme ohne Sport und Bewegung gut klappen. Langfristig wirst Du Dir aber schwertun, ein schlankes Gewicht zu halten, während Du in der Freizeit nur auf der Couch liegst.

Fang klein an. Schreibe Dir 10 Minuten Bewegung pro Tag hinter die Ohren. Anfangs kannst Du spazieren gehen, im Zimmer auf einem Mini-Trampolin springen oder Hampelmänner machen. Später kannst Du Seilspringen, Sprinten und bis zu einem HIIT (High Intensity Interval Training) aufstocken.

Wenn Du fit genug bist Dich 10 Minuten auszupowern, steigere die Zeit auf 20 Minuten, dann auf 30 Minuten. 30 Minuten Bewegung pro Tag sind ideal. Das können wirklich ganz einfache Dinge wie ein flotter Spaziergang oder eine Fahrradfahrt sein. Und wer weiß, vielleicht juckt es Dich später auch in den Beinen und Du meldest Dich im Fitness-Studio an.

Auch sehr motivierend kann ein Fitness-Armband sein. In der Foodpunk Challenge Gruppe auf Facebook rufen die Teilnehmer immer wieder untereinander kleine FitBit oder Jawbone Up Wettbewerbe aus. Eine tolle Sache. Denn jeder Schritt zählt!

 

Bildquelle Waage: Shutterstock.com_VGstockstudio

Dies ist ein Auszug aus einem der Wissensartikel, die Foodpunks bei der Teilnahme an einer Challenge täglich erhalten.

Hallo Foodpunk!

Zählen wirklich nur die Kalorien? Ich hoffe, diesen Mythos konnte ich im Newsletter zu Tag 11 etwas entkräften (nicht hier veröffentlicht).

An dem Satz „Du bist, was Du isst“, ist sehr viel dran. Wir alle bestehen aus Knochen, Muskeln, Sehnen, Bindegewebe, Weichteilen… Unsere Stimmung,  unsere Durchsetzungsfähigkeit, unser Zyklus werden von Hormonen gesteuert. Neurotransmitter leiten Gedanken und Bewegungen weiter. All dies ist aus irgendwas gemacht. Das fällt nicht vom Himmel. Während wir wachsen, nehmen wir immer etwas auf, aus unserer Umwelt. Das sind keine Steine, sondern Nahrung. Einen Teil verbrennen wir, um ausreichend Energie für Wachstum und Bewegungen zu haben. Einen anderen Teil bauen wir ein. Nährstoffe werden ein Teil von uns und dienen als Bausubstanz für alle wichtige Komponenten. Natürlich kann der Körper nicht eine Sehne aus Fettsäuren aufbauen. Hauptbausubstanz sind Proteine. Aber auch nicht irgendwelche, sondern die richtige Aminosäure an der richtigen Stelle. Andere Strukturen wiederum, benötigen andere Baustoffe. Enzyme benötige bestimmte Vitamine und Mineralien als Cofaktoren, um voll funktionieren zu können.

Alles, aus dem wir bestehen, kann nirgendwo anders herkommen, als aus der Nahrung. Manche Teilchen bleiben ein Leben lang in unserem Körper, manchen werden immer wieder ausgetauscht. Die Zellen der Darmschleimhaut beispielsweise werden alle paar Tage erneuert. Stammzellen im Knochenmark hingegen bleiben Jahrzehnte an Ort und Stelle.

Dieser Gedanke ist für mich so unfassbar faszinierend, dass ich ihn auch ins Bewerbungsschreiben für meinen Studiengang notiert habe. Die Bewerbung von damals ist schon viele Jahre her. Der Gedanke hat noch immer nicht seinen Reiz verloren, sondern wurde durch das biochemische Wissen aus dem Studium noch interessanter.

Was bedeutet im Umkehrschluss, wenn der Körper nicht all das bekommt, was er benötigt? Wenn Zellen nicht aus hochqualitativen Baustoffen aufgebaut werden können, wenn unsere Hormone nicht anständig gebildet werden können. Kann die Nahrung unsere Laune steuern? Über Serotonin? Über Cortisol?

Oder kann man mit zielgerichteter Ernährung Bestimmtes erreichen, zum Beispiel Krebszellen aushungern? Diese Idee ist mittlerweile keine esoterische Träumerei mehr. Studien belegen, dass zum Beispiel eine ketogene Ernährung eine Chemotherapie extrem gut unterstützen kann.

Gestern habe ich mich mit Christiane Wader getroffen. Im Alter von 27 Jahren bekam sie die Diagnose: Brustkrebs. Nach der erfolgreichen Behandlung und OP schien alles gut. 9 Monate danach fand man Lebermetastasen. Tennisballgröße.

Werft gerne mal einen Blick auf Christianes Seite und auf ihren Vortrag zu ihren Erfahrung mit der ketogenen Ernährung. Heute ist sie 3,5 Jahre Tumor-frei.

Ich möchte euch damit nicht sagen: Ketogene Ernährung heilt Krebs. Oder: Ketogene Ernährung kann Medizin ersetzen. Nein keineswegs. Dazu bin ich viel zu wissenschaftlich orientiert.

Ich möchte lieber damit sagen: Bei gesunder Ernährung geht es um weit mehr, als um Abnehmen. Die richtige Ernährung hat eine solche Wirkung auf uns, dass ich es schade finde, wie oft der Einfluss der Ernährung bei Krankheitsbehandlungen ausgeblendet wird. Wie oft hören Patienten mit den unterschiedlichsten Problemen: „Ernähren können Sie sich weiterhin wie Sie es tun. Hier, nehmen Sie diese Pille morgens, diese drei mittags und noch einmal diese abends.“.

Wenn die Ernährung bei Christiane nur 1 % zur Beschwerdefreiheit beigetragen hat. Dann ist das doch schon ein Gewinn?

 

Foto: shutterstock.com / Josep Suria

Das Fettgewebe? Das ist zum Speichern da. Es speichert Fett. Dies ist es, was die meisten Menschen über das Fettgewebe wissen. Aber wusstest Du, dass Dein Fettgewebe noch viel mehr kann? Den ganzen Tag über schüttet es Hormone aus. Mit dieser Fähigkeit ist es das größte hormonaktive Organ unseres Körpers.

Zuerst müssen wir klären, was denn „das Fettgewebe ist“. Es gibt weißes und braunes Fettgewebe. Das weiße Fettgewebe dient der Speicherung von Triglyceriden, also Fetten. Das braune Fettgewebe speichert weniger Fett, kann unserem Körper dafür wie eine Wärmflasche einheizen, Stichwort „Thermogenese“ – das soll uns aber ein anderes Mal beschäftigen. Heute reden wir von weißem Fettgewebe, vom Speicherfettgewebe. Dieses Fettgewebe besteht aus weißen Fettzellen (Adipozyten). Sie besitzen wie jede andere Zelle auch einen Zellkern, Mitochondrien und alle weiteren Bausteine menschlicher (tierischer) Zellen. Das Hauptmerkmal ist eine große Vakuole. Dies ist eine Aufbewahrungsstation für das Fett. Ein dicker fetter Fetttropfen, der Triglyceride enthält. Das bedeutet, nicht die ganze Zelle ist mit Fett gefüllt, sondern nur diese Vakuole. So kann in den anderen Bereichen der Zelle ungestört an der Zellteilung und anderen wichtigen Dingen gearbeitet werden. Die Vakuole nimmt den meisten Platz in der Zelle ein und alle anderen Zellbestandteile werden dadurch platt an die Zellmembran gequetscht. Zellkern in einem Adipocyten zu sein ist wahrscheinlich nicht die angenehmste Position. Aber gut, auch diesen Job muss jemand machen.

Das Fettgewebe enthält nicht nur Fettzellen

Das weiße Fettgewebe ist gut mit feinsten Äderchen – Blutkapillaren – durchzogen um die Versorgung der Zellen sicherzustellen und um den An- und Abtransport der Speicherfette zu ermöglichen. Neben Fettzellen tummeln sich im Fettgewebe auch Fibroblasten (Bindegewebszellen), Monozyten und Makrophagen (Zellen des Immunsystems).

Warum schüttet das Fettgewebe Hormone aus?

„… und wieso haben wir überhaupt Fettgewebe?“, könnte man denken „das ist doch ein ziemlich nerviges, unansehnliches Zeug“. Nope! Lass uns mal die Sichtweise umdrehen und das ganze aus der Sicht der Evolution durchdenken. Da sitzen ein paar Menschen um’s Lagerfeuer und grillen ein Wildschwein. Jeder isst eine Portion, kaut jeden Bissen 30 Mal, trinkt zu jedem Bissen ein Glas Wasser, sagt „ich bin satt“ und sie lassen das restliche Wildschwein liegen, damit kein Völlegefühl entsteht. Die Wildschweinreste werden von anderen Tieren weggeschleppt. Am nächsten Tag entwickelt unser kleines Völkchen wieder Hunger, aber oh weh, Mutter Natur schickt ihnen heute kein Wildschwein vor die Nase. Der Hunger wird größer, sie fühlen sich schwach, werden müde und schlafen ein. Für immer. Sind wir uns einig, dass wir mit diesem System nicht weit kommen? Gut. Also brauchen diese Menschen etwas, womit sie Energie speichern können, solange etwas zu essen vorhanden ist. Ein Glück, dass es das Fettgewebe gibt. Unsere Menschen sitzen also um das Lagerfeuer, scheren sich einen Dreck um’s Kauen und schlagen sich den Bauch richtig voll mit Wildschwein. Sie wissen nämlich nicht, wann sie das nächste Mal eines finden. Also immer rein damit. Am Ende sind sie pappsatt und schlafen glücklich ein. Einen Teil der Wildschwein-Energie verbrennen sie gleich wieder. Alles, was sie aktuell nicht brauchen, wird in Fett umgewandelt und im Fettgewebe gespeichert. Am nächsten Tag fangen sie kein Wildschwein. Aber das ist kein Problem, denn ihr Körper stellt um auf Fettverbrennung und Ketose (kommt Dir bekannt vor?) und ihre Muskeln und Gehirne werden mit Energie aus dem Fettgewebe versorgt. Wenn die Speicher zur Neige gehen, wird der Hunger größer und damit der Drang, wieder etwas zu essen zu finden.

Kennt der Hunger keine Grenzen?

Was, wenn die Wildschweine jeden Tag freiwillig vorbeikommen würden? Würde unser Völkchen dann Tag für Tag reinhauen und ihre Fettspeicher immer voller werden? Wohl kaum. Denn tief in ihrem inneren weiß ihre Biochemie, dass der Tag kommen kann, an dem keine Wildschweine mehr wie im Schlaraffenland vorbeitanzen. Dann heißt es jagen…. und mit 200 kg auf der Waage und wackelnden Fettspeichern jagt es sich irgendwie nicht so gut.

Deswegen hat die Evolution in unsere Körper jede Menge Regulationsmechanismen eingebaut. Damit wir zur richtigen Zeit unsere Speicher auffüllen und zur richtigen Zeit wieder damit aufhören, um bewegliche Menschen zu bleiben. Der wichtigste Regulationsmechanismus wird von einem Hormon aus dem Fettgewebe gesteuert: Leptin. Auch alle anderen Hormone und Substanzen, die das Fettgewebe ausschüttet dienen vor allem der Regulation: Sollen aktuell neue Fettzellen gebildet werden? Soll der Hunger ansteigen? Soll der Mensch da oben sich weniger bewegen?

Junk Food setzt die Regulation außer Kraft

Kleine Notiz am Rande: Ja, wir haben es erfolgreich geschafft, durch die „moderne Nahrung“ viele dieser Regulationsmechanismen außer Kraft zu setzen. Herzlichen Glückwunsch Lebensmittelindustrie! Deswegen ist die Aufgabe einer guten Ernährung außerdem, die hormonelle Regulation wieder in ihre natürlichen Bahnen zu bringen.

Ein Hormon aus dem Fettgewebe ist Leptin

Das bekannteste Hormon, das von Adipocyten ausgeschüttet wird, ist Leptin. Es wird durch das „obese“-Gen kodiert. Vor über 60 Jahren wurde eher zufällig eine Labormaus entdeckt, die einfach immer dicker und dicker wurde. Während ihre Artgenossen nach angemessener Nahrungsaufnahme zu fressen aufhörten, aß die „ob/ob“ Maus immer und immer weiter. Grund war ein genetischer Defekt – dieser Maus fehlte das „obese“-Gen, welches die Information für Leptin enthält, darum auch ob/ob-Maus genannt (das Gen fehlte auf dem Chromosom von der Mutter, sowie auf dem Chromosom vom Vater, also war die Anomalie homozygot. Der Gendefekt wird rezessiv vererbt). Obwohl Mäuse mit diesem Gendefekt schon lange bekannt waren, wurde das Hormon Leptin erst 1994 entdeckt.

Leptin wird von weißen Fettzellen ausgeschüttet und bindet an Rezeptoren im Gehirn. Dort gibt es Auskunft darüber, wie groß die Fettspeicher aktuell sind. Sinken die die Fettspeicher, wird weniger Leptin produziert. Steigt die Menge der Reserven, wird mehr Leptin ausgeschüttet. Leptin blockiert im Gehirn die Ausschüttung zweier appetitstimulierender Substanzen (AgRP = agouti related protein und NPY = neuropeotide Y). Weniger appetitstimulierende Substanzen bedeutet weniger Appetit. Gleichzeitig stimuliert Leptin im Gehirn die Ausschüttung zweier appetitzügelnder Substanzen (POMC = Proopiomelanocortin und CART = Kokain- und Amphetamin-regulierendes Transkript). Leptin hat darüber also einen Effekt auf die Sättigung und das macht auch Sinn: Je mehr Reserven wir haben, desto weniger müssen wir nachfüllen. Wenn die Fettreserven zur Neige gehen sinkt die Leptinkonzentration und der Effekt kehrt sich um: der Hunger steigt.

Zugleich stimuliert Leptin auch das sympathische Nervensystem und so dazu, dass der Blutdruck steigt, die Herzfrequenz steigt und das braune Fettgewebe mehr Thermogenese betreibt. Der Energieverbrauch steigt an.

Im umgekehrten Fall sinkt der Energieverbrauch. Ah, da ist es: das gefürchtete Absinken des Grundumsatzes! Bekommt man aber alles mit der richtigen (und ausreichenden) Ernährung wieder in den Griff.

Leptin als Appetitzügler

Jetzt könnte man meinen: „Easy-peasy, wir können doch Leptin sicher im Reagenzglas herstellen und schwupps haben wir DAS perfekte Mittel zur Appetithemmung und zum Abnehmen“. Ja, da ist schon der ein oder andere drauf gekommen und hat übergewichtigen Menschen Leptin gespritzt. Und was ist passiert? Nüscht.

Stark übergewichtige Menschen haben jede Menge Fettgewebe. Jede Menge Fettgewebe bedeutet jede Menge weiße Fettzellen die jede Menge Leptin produzieren. Jede Menge Leptin in der Blutbahn, jede Menge Leptin im Gehirn… und trotzdem nehmen sie zu? Warum? An irgendeinem Punkt hat die Regulation versagt und es wurde das Gleichgewicht von Energieaufnahme und Energieverbrauch gestört. Zwei mögliche Gründe sind emotionales Essen und falsches Essen. Uns wird von Kindesbeinen an beigebracht, dass Essen mehr ist, als nur ein Mittel um Hunger zu stillen – also ignorieren wir unsere Sättigung einfach. Gleichzeitig setzt die Lebensmittelindustrie alles daran, immer süchtig machendere Produkte auf den Markt zu bringen. Das richtige Verhältnis von Zucker und Fett kann unsere natürlichen Sättigungsmechanismen sehr gut außer Kraft setzen. 50:50 ist so ein teuflisches Verhältnis. 50 % Kohlenhydrate, 50 % Fett…. Schokolade (Zucker + Kakaobutter), Chips (Kartoffeln + Öl), Eis (Zucker und Sahne)….

Wir ignorieren also den Sättigungseffekt oder er wird mit solchen Kombinationen umgangen. Wir nehmen zu, immer weiter zu – und irgendwann meldet sich der natürliche Hunger gar nicht mehr – alle schleusen sind offen und wir könnten den ganzen Tag nur Essen. Wieso?

Leptin. Leptin, besser gesagt eine Fehlfunktion der Leptinsignalübertragung ist der zugrundeliegende Steuermechanismus, wenn wir essen und essen können, egal wie viel es war und egal, wie voll unsere Reserven schon sind. Denn, wie oben beschrieben, steigt der Leptinspiegel bei steigenden Reserven immer weiter an. Wir könnten jetzt aufhören zu essen, weil wir satt werden, aber das tun wir nicht. Wir essen trotz Sättigung weiter, weil wir uns belohnen wollen, traurig sind, oder die Speisen „süchtig“ machen. Dann ist irgendwann der Punkt erreicht, an dem Massen an Leptin im Körper sind. Das Gehirn bekommt kontinuierlich die Info „Hallo Gehirn, hier spricht das Fettgewebe, meine Zellen sind ausreichend gefüllt“. Das Gehirn stellt auf „satt“ aber nichts passiert. Es kommt mehr Fett ins Fettgewebe, die Zellen sind zum Bersten gefüllt und das Fettgewebe meldet „Hallo Gehirn. Hier ist dein Fett. Es reicht jetzt langsam“. Das Gehirn stellt auf „satt“ aber wir essen weiter. Damit die Fettzellen nicht platzen, expandiert das Fettgewebe, neue Fettzellen werden gebildet. „HALLO GEHIRN! Hier spricht dein Fettgewebe!!! Wir bekommen hier echt Platznot! Wäre sehr nett, wenn du endlich mal deinem Menschen sagen würdest, er soll aufhören zu fressen!“. Das Gehirn sagt dem Menschen „wir sind satt“. Mensch isst weiter, schmeckt doch so gut und die Oma hat’s gekocht. „EY GEHIRN! WENN DU JETZT NICHT BALD DAFÜR SORGST, DASS HIER RUHE IST, ALTER!“. Das Gehirn zurück „Ey Fett, jetzt pass mal auf. Ich sage diesem Menschen schon die ganze Zeit, dass er satt ist, was soll ich denn noch machen, ihm den Mund verbinden? Klasse, und von dir darf ich mich anschreien lassen. Ständig läufst du mit deinen Leptin-Kameraden hier auf. Weißt du was? Es reicht! Ihr könnt mich beide Mal. Du Fettgewebe, sprich mit der Hand, der Kopf hört dir nicht zu. Und du Mensch: Selbst schuld… dann friss halt weiter. Ich hab keinen Bock mehr. Ihr könnt das gerne aushandeln aber ohne mich“. Zack. Bumm. Leptinresistenz.

Leptinresistenz – Wenn das Gehirn auf Durchzug stellt

Jetzt kann das Fettgewebe so viel Leptin ausschütten, wie es will. Die Info kommt nicht mehr im Gehirn an. Da bringt es auch nichts, wenn man diesem Übergewichtigen Menschen Leptin durch die Armbeuge spritzt. Die Info kommt nicht mehr an. Das Gehirn ist taub, hatte einen Hörsturz im Bezug auf Leptin und einfach keine Kraft mehr die Message aufzunehmen. Der Sättigungsmechanismus ist außer Kraft gesetzt. Und obwohl die Fettspeicher zum Bersten gefüllt sind… hat man Hunger und Hunger.

Diese Leptinresistenz kann nur rückgängig gemacht werden, indem die Fettreserven schwinden. Abnehmen, auf ein normales Gewicht. Denn erst, wenn das Leptingeschrei zurück geht, kann man das Gehirn dazu bringen, wieder zuzuhören. Du kannst ja auch schlecht dem Vogelgezwitscher lauschen, wenn neben Dir der Presslufthammer den Asphalt aufschlägt. Sobald der Presslufthammer aber aufhört zu lärmen, müssen sich Deine Ohren nur ein wenig beruhigen und Du hörst die Vögel wieder. So ist auch eine Leptinresistenz – zum Glück – umkehrbar.

Bei Untergewicht wird massiv Energie gespart

So, aber nun ein ganz anderes Thema. Weg vom Übergewicht: Auch bei Untergewicht führt Leptin zu einer Regulation. Wenn man stark abnimmt oder die falsche (Crash-)Diät macht, sinkt der Leptinspiegel und das führt zu Heißhunger, damit die Reserven wieder aufgefüllt werden. Geht der Mensch diesem Hunger nicht nach, sondern nimmt weiter (ins Untergewicht ab), führt der sinkende Leptinspiegel dazu, dass weniger Energie verbraucht wird: Die Körpertemperatur sinkt, man friert, das Haarwachstum wird langsamer und die Reproduktionsfähigkeit wird eingestellt (die Periode bleibt aus). Leptin hat also einen immensen Effekt auf unseren Körper. Dieses Hormon aus dem Fettgewebe hat Einfluss auf nahezu jede Körperfunktion.

Ein Leben lang ketogene Diät? Nicht unbedingt ratsam

Übrigens: Bei zu kalorienarmer Diät oder starker Einschränkung der Kohlenhydrate, sinkt der Leptinspiegel schneller ab als die Fettreserven. Die Info „hier herrscht Notstand“ trifft im Gehirn ein, bevor überhaupt echter Notstand herrscht. Darum empfehle ich nie unter 1600 (gesunde Paleo-)Kalorien zu gehen, nur bei sehr inaktiven und zierlichen Personen können es mal 1400 als Minimum sein. Zudem muss man, sofern man eine kohlenhydratreduzierte Ernährung verfolgt, auf seinen Köper hören. Eine ketogene Ernährung empfehle ich für 30 Tag bis 3 Monate am Stück, bis alle Anpassungen stattgefunden haben. Danach sollte man aber einmal pro Woche, als Frau evtl. sogar zweimal pro Woche einen Refeed machen (an einem Abend in der Woche 150-300 g Kohlenhydrate aus Reis, Kartoffeln, Süßkartoffeln oder Kürbis essen), damit die Leptinausschüttung wieder stimuliert wird. So kann man eine ketogene Ernährung auch langfristig gesund durchziehen. Wenn man von einem höheren Gewicht kommt, können sogar 6-12 Monate am Stück problemlos sein, aber ich sehe mir hier immer gerne jeden Menschen individuell an und entscheide dann erst, wie lange am Stück eine ketogene Ernährung geeignet ist, und wann der Körper wieder einen Leptinschub durch Kohlenhydrate braucht.

Welche Hormone schüttet das Fettgewebe noch aus?

Das Fettgewebe schüttet etwa „Adipokine“ aus. So heißen die Hormone und Substanzen, die aus dem Fettgewebe ausgeschüttet werden). Neben Leptin sind andere Hormone Adiponectin, Resistin, Visfatin und Hepicidin. Sie beeinflussen und regulieren den Glukosestoffwechsel, den Fettstoffwechsel und das Hungergefühl.

Weitere Substanzen sind Entzündungsfaktoren, Gerinnungsfaktoren oder auch der Transkriptionsfaktor TNFα (TNF-alpha = Tumor Nekrose Faktor alpha). Diese Zytokine regeln vor alle die Differenzierung von Stammzellen zu weiteren Fettgewebszellen, aber stehen auch im Zusammenhang mit entzündlichen Erkrankungen, Diabetes Typ II und Gerinnungsstörungen.

Die Gesundheit liegt in der Mitte

Es sollte uns allen ein Anliegen sein, unsere Fettreserven in einem natürlichen Rahmen zu halten. Nicht zu viel und nicht zu wenig.

Viel Erfolg dabei!
Cheers, Marina

Weiterführende Literatur: