Diese Woche hatten wir eine Schülerpraktikantin zu Gast. Hanna geht auf ein Münchner Gymnasium und hat 5 Tage lang in unseren Foodpunk Büro-Alltag geschnuppert. Neben Wareneingang und Paketversand für den Online-Shop, hat sie sich auch um einen Blog-Artikel gekümmert.

Mein Name ist Hanna, ich bin 14 Jahre alt und besuche ein Gymnasium. In der letzten Woche habe ich mein Schülerpraktikum bei Foodpunk gemacht und unter anderem das Buch “Hey, Heißhunger, ab jetzt bin ich der Boss” von Marion Grillparzer gelesen. Ich habe das Kapitel “Der Heißhunger und das Schlaraffenland” für euch zusammengefasst. Los geht’s:

3 Dinge sind am Heißhunger schuld

  1. Es gibt kaum noch natürliche Produkte im Supermarkt, von rund 170.000 Produkten sind 160.000 Produkte Fertigprodukte, anders gesagt industriegemachter Superhunger. Wir essen was Hunger macht, denn Chemikalien wie Zucker, Aromastoff oder Süßstoff bringen Abläufe im Körper so durcheinander, dass sie den Appetit anregen.
  2. Industriefette regen die Endocannabinoid-Produktion im Darm an, was zum zügellosen Essen verleitet. Zudem führt Industrienahrung zu einem Mangelhunger, da uns durch sie wichtige Aminosäuren, Fettsäuren und Mineralien fehlen, die unser Körper für die Bildung von den Zufriedenheitsstoffen Serotonin und Dopamin braucht.
  3. Die Formel 1 der Fertigprodukte ist 40:60 (Fett:Zucker), beides alleine macht nicht süchtig, aber mischt man beides in diesem Verhältnis, essen wir mehr als wir brauchen.

Unser Lebensstil macht Heißhunger

Die Fernbedienung “verursacht Muskelschwund” und der Bewegungsmangel führt zu Heißhungerattacken.

Stress nimmt in unserem Alltag immer mehr zu, alles wird schneller und hektischer und weil wir uns nicht zum Entspannen in die Hängematte legen können, will unser Körper den Stress mit Zucker kompensieren.

Achte auf die richtigen Lebensmittel

Du solltest beim Fleisch zu Bio-Produkten greifen, da hier Omega-3-Fettsäuren enthalten sind. Omega-3-Fettsäuren sind wichtig für unser Gehirn, weil dies zum Großteil aus Omega-3-Fett besteht. Wenn man Fleisch von Tieren isst, die nur mit Getreide gefüttert wurden, nimmt man zu wenig Eiweißbaustein Tryptophan auf, welcher eine Substanz von Serotonin ist.

Auch, wenn auf dem Müsliriegel vor dir ganz groß darauf steht dass nur die besten Zutaten verwendet wurden, oder er ohne Zucker ist, solltest Du immer das Kleingedruckte lesen. Der Mensch hat sich früher nur von Fett und Eiweiß ernährt, vor 8000 Jahren kamen wenig Kohlenhydrate aus Gräsern und Früchten dazu, doch heute wird alles süßer und selbst in vermeintlich gesunden Lebensmitteln steckt mehr Zucker als Getreide.

Bitte bitter essen, denn natürliche Appetitzügler fehlen, weil wir kaum noch natürliche Produkte essen, wodurch Aminosäuren und Bitterstoffe fehlen, die den Stoffwechsel und die Verdauung anregen und als Appetitzügler arbeiten.

Achte auf das Timing

Um den Heißhunger zu besiegen, kannst Du ein paar Sachen beachten, wie z.B. nur dreimal am Tag zu essen, denn wer seltener isst, braucht automatisch weniger. Du solltest darauf achten dass Du dich auf qualitativ hochwertige Produkte reduzierst und zwischen den Mahlzeiten eine vier- bis fünf-stündige Fastenzeit einlegst, weil das Fastenhormon Glukagon erst dann seine Arbeit machen kann. Aus diesem Grund sind auch To-Go-Snacks ein No-Go weil sie die Fastenzeit unterbrechen und Du binnen zwei Stunden zum nächsten To-Go Stand geleitet wirst.

Du solltest auf deinen Körper hören, denn Du wirst spüren wann Du wirklich dein Mittagessen brauchst, welches Du dann ganz langsam essen solltest, da Du so weniger isst und trotzdem lange satt bleibst. Wenn du zwischendurch doch Appetit bekommst dann stelle dir das Essen in schwarz-weiß vor und der Appetit verschwindet. Und wenn du dir doch mal etwas gönnen möchtest dann mache einen Deal, denn Verbote machen dick, das heißt ein Deal mit deinen liebsten Sündentieren muss her, z.B. in Form einer sportlichen Aktivität. Ein fairer Deal, Du bekommst nur etwas wenn Du vorher etwas leistest.

Hey, Heißhunger, ab jetzt bin ich der Boss!

Das Buch “Hey Heißhunger” ist 2011 im GU Verlag erschienen und kostet 19,99 €. Auf Amazon scheinen derzeit nur noch gebrauchte Bücher verkauft zu werden.

Das Kapitel, das ich gelesen habe, fand ich gut geschrieben und auch für jemanden wie mich der noch gar nichts über dieses Thema wusste war es gut zu verstehen.