Plan erstellen lassen Shop
Plan erstellen lassen Shop

Was sind MCTs? – DER TÄGLICHE HAPPEN WISSEN

Die Abkürzung MCT steht für middle chain triglyceride zu deutsch mittelkettiges Triglycerid. Ein Triglycerid ist eine Verbindung aus 3 Fettsäuren und einem Molekül Glycerin und das, was wir allgemein als „Fett“ bezeichnen.

Ein mittelkettiges Triglycerid enthält nicht irgendwelche 3 Fettsäuren, sondern mittelkettige Fettsäuren (kurz: MCFA für middle chain fatty acids). Diese Fettsäuren sind für die Wirkung entscheidend.

Bei der Verdauung von „normalen“ langkettigen Fettsäuren sind Gallensäuren nötig. Diese emulgieren die Fettsäuren, bilden kleine Fettkügelchen und ermöglichen die Aufnahme in die Zellen des Dünndarms. Von dort aus geht die Reise weiter über Lymphgefäße zur Leber.

MCTs sind schneller

MCTs können diese Reise abkürzen. Da die mittelkettigen Fettsäuren eine kürzere Struktur haben, sind MCTs und MCFAs leichter in Wasser löslich. Für die Verdauung sind keine Gallensäuren nötig, sie umgehen das Lymphsystem und gelangen rasch über das Blut zur Leber. Dort werden sie schneller verstoffwechselt als andere Fettsäuren. Ein Teil der Fettsäuren wird oxidiert und zu Energie „verbrannt“. Ein Teil kann in Ketonkörper umgewandelt werden. Die Oxidation der Fettsäuren findet in den Mitochondrien statt, den Kraftwerken der Zelle. Im Gegensatz zu langkettigen Fettsäuren benötigen die MCFAs keine Hilfe von Carnitin um aufgenommen zu werden.

Falls Du schon einmal etwas von Carnitin und der Bedeutung für den Fettstoffwechsel gehört hast: Das ist er. Carnitin ist wichtig für die Aufnahme von langkettigen Fettsäuren ins Mitochondrium.

MCTs werden also schneller aufgenommen und schneller verstoffwechselt. Gleichzeitig werden sie leichter zu Ketonkörpern umgebaut als langkettige Fettsäuren. Da Ketonkörper eine sättigende Wirkung haben, wirken auch MCTs positiv auf eine langanhaltende Sättigung.

Noch eine praktische Eigenschaft: Die mittelkettigen Fettsäuren können den Stoffwechsel anheizen, denn sie erhöhen die Thermogenese. Und, sie scheinen die Speicherung von Körperfett zu erschweren.

MCTs richtig anwenden

MCTs sind in Form von MCT-Ölen erhältlich. Dieses Öl kannst Du wunderbar im Alltag anwenden. Es eignet sich für Salatsoßen und zum Verfeinern von Speisen. In unserer Guacamole intensiviert es hervorragend den Geschmack. Nur erhitzen solltest Du das Öl nicht zu stark. Zum Braten eignet es sich nicht.

Oft wird MCT-Öl im Butter-Kaffee verwendet. Für diesen Kaffee mischt Du 15-20 g Weidebutter mit 5-10 g MCT-Öl und 200 ml frisch gebrühtem Kaffee. Kurz im Mixer aufschäumen, fertig. Dieser Kaffee eignet sich für all diejenigen, die bereits länger kohlenhydratarm essen, als alternatives Frühstück. Bitte trinke ihn nur 3-4 Mal die Woche und iss dazu nichts anderes. Wenn Du ihn öfter trinken möchtest oder sportlich sehr aktiv bist, solltest Du Collagen-Protein hinzufügen.

Aber Vorsicht: Wenn man MCTs nicht gewöhnt ist, können sie leicht abführend wirken. Starte mit einer Dosis von 5-10 g pro Tag und steigere Dich langsam um 5-10 g.

Hier kannst du MCT-Öl direkt bei uns im Shop kaufen.

Mehr erfahren

Du möchtest Dich weiter in das Thema einarbeiten? Lies zum Einstieg diese Studie: „Research on the nutritional characteristics of medium chain fatty acids“ von Tosiaki Aoyama et al.

DER TÄGLICHE* HAPPEN WISSEN

Diese neue Rubrik soll einen kurzen Einblick in Themen aus der Ernährungswissenschaft bieten.

(* fast tägliche)

Lass dir deinen persönlichen Ernährungsplan erstellen.

Tausende Foodpunks haben mit uns ihr Wunschgewicht, mehr Selbstbewusstsein und ein besseres Wohlbefinden erreicht.

Jetzt starten

Ähnliche Beiträge

Starte durch und erreiche mit Foodpunk dein Ziel

Wissenschaftsjournalistin Juliana und ihr Redaktionsteam sprechen mit dir über Themen wie "Warum nehme ich nicht ab?", "Alles über ketogene Ernährung" oder "Warum Zucker so verlockend ist". Zusätzlich gibt es praktische Tipps und Tricks für dein foodpunkiges Leben. So ist nicht nur dein Bauch satt und zufrieden, auch dein Gehirn wird gefordert. Und das verbrennt doch schließlich auch Kalorien, oder?

Über Foodpunk